Lama Ole Nydal in Bochum

Methoden zur Erleuchtung – Vorträge mit Ole Nydahl, Manfred Seegers und Eva Preschern „Symbole im Buddhismus“ − Lama Ole Nydahl – Osterkurs in Bochum
– Vortrag mit Manfred Seegers und Eva Preschern
– Sonntag, 04.04.2010 um 11 Uhr
– im Audimax

In ihrem Vortrag „Symbole im Buddhismus“ zeigen Manfred Seegers und Eva Preschern wie Statuen, Rollbilder, Stupas usw. im Tibetischen Buddhismus Träger einer tiefen Symbolik sind, die über den rein künstlerischen Aspekt weit hinausgeht. Sie sind Hilfen in der Meditation. Vor dem Hintergrund der buddhistischen Lehre ermöglicht es diese Symbolik, die Natur des eigenen Geistes zu erkennen. In dem Vortrag werden die wichtigsten Symbole des Buddhismus gezeigt und erklärt.
Manfred Seegers erhielt eine langjährige Ausbildung an der buddhistischen Universität KIBI und ist zudem Master of Philosophy (MPhil) in Religionswissenschaft. Er baute das ITAS – International Institute for Tibetan and Asian Studies in Karma Guen (Spanien) maßgeblich mit auf.
Eva Preschern schrieb ihre Magisterarbeit zur Kunsthistorikerin über das Thema „Stupas“ und ist langjährige Buddhistin.

„Meditation im Diamantweg“
– Vortrag mit Lama Ole Nydahl
– Sonntag, 04.04.2010 um 15 Uhr
– im Audimax

 
In seinem Vortrag „Meditation im Diamantweg“ wird Lama Ole Nydahl um 15 Uhr die besonderen Meditationen des Diamantwegs erklären und wie diese wirken. Grundsätzlich gibt es drei Gruppen von Meditationen im Diamantweg, in denen man mit den eigenen inneren Energien, der Einsichtsfähigkeit des Geistes oder der Identifizierung mit Erleuchtung arbeiten kann.
 
Man vergegenwärtigt sich in der Meditation eine Buddhagestalt aus Licht und Energie, die bestimmte perfekte Qualitäten ausdrückt. Dieser so genannte Yidam strahlt Licht aus, das im Energiesystem des Meditierenden Rückkoppelungseffekte bewirkt, die seine ihm innewohnenden Qualitäten freisetzen.

„Das Große Siegel – Raum und Freude grenzenlos“
– Vortrag mit Lama Ole Nydahl
– Sonntag, 04.04.2010 um 20 Uhr
– im Audimax

„Das Große Siegel“ (auch Mahamudra oder Chagchen genannt) ist ein Bild für den Zustand der Erleuchtung. Dort, wo der Erleber, das Erlebte und das Erleben als Teile derselben Ganzheit erfahren wird, gibt es keine Einengungen und Festlegungen mehr im Geist, sondern nur müheloses Handeln zum Besten aller Wesen. Lama Ole Nydahl vermittelt in seinem Vortrag um 20 Uhr eine Ahnung dieses Zustandes und erläutert die Meditationspraxis, die zu diesem Ziel führt.
 
Mehr Informationen zur Gesamtveranstaltung und Videointerviews mit Lama Ole Nydahl

Buddhismus und Gesellschaft – Zeitlose Werte in der modernen Welt – Buddhismus in Europa − Vortrag mit Lama Ole Nydahl
− Samstag, 3. April 2010, 20 Uhr
− Im Audimax

Der Buddhismus ist mit etwa einer Milliarde Menschen eine der fünf so genannten „Weltreligionen“. Seit vielen Jahrhunderten ist er in vielen Ländern Ostasiens etabliert. Auch in Europa steigt das Interesse seit rund 100 Jahren stetig an. Man schätzt, dass heute ca. 100 000 Buddhisten in Deutschland leben. Der Buddhismus orientiert sich am Menschen und seiner Erfahrungswelt und ist frei von Ideologien oder Dogmen. Ausgangspunkt ist der Wunsch aller, Glück zu erfahren. Ziel ist die volle Entwicklung der dem Menschen innewohnenden Möglichkeiten.
 

Was kann Buddhas Lehre den westlichen Gesellschaften bieten?

„Wirksame Mittel, die zu unmittelbarer Erfahrung des Geistes führen“, antwortete Lopön Tsechu Rinpoche, einer der erfahrensten Lehrer des tibetischen Buddhismus, der Mitte 2003 gestorben ist. Buddhas Lehre ist wie ein Diamant, der in seinem Wesen unveränderlich ist, aber doch in den Farben des Untergrundes strahlt, auf dem er liegt.

So hat sich die Lehre den kulturellen Bedingungen der einzelnen Länder angepasst, ohne dabei ihre Essenz zu verlieren. Zunächst wurden die Belehrungen 1500 Jahre lang in Indien übertragen und dann weitere 1000 Jahre in Tibet. Heute wird die Unbegrenztheit der Sicht und der Mittel bei den gut ausgebildeten und selbstständigen Menschen des Westens deutlicher als je zuvor.

Über 600 buddhistische Zentren der Karma Kagyü Linie hat Lama Ole Nydahl seit 1972 auf Wunsch des 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje rund um die Welt gegründet, die meisten von ihnen in Europa. Sie stehen unter der spirituellen Leitung des 17. Karmapa Trinley Thaye Dorje. Mit seiner Aktivität folgt Lama Ole Nydahl dem Beispiel des großen buddhistischen Meisters Marpa, der im 11. Jahrhundert die Diamantweg-Belehrungen von Indien nach Tibet brachte und in der dortigen Kultur verankerte.

Im deutschsprachigen Raum gibt es heute mehr als 160 Zentren, deren Mitglieder auf der Grundlage von Freundschaft und Idealismus ehrenamtlich mithelfen. Hauptsächlich aus Europa kommt auch die wachsende Anzahl von Schülern, die inzwischen in Lama Oles Auftrag rund um die Welt unterrichten. Die Zentren sind demokratisch aufgebaut und in Deutschland als gemeinnützige Vereine anerkannt. In anderen Ländern Europas ist der Buddhismus eine anerkannte Religion, wie z.B. in Österreich, Polen und Dänemark.

Bedeutend für die westliche Welt ist, dass die Karma Kagyü Zentren einen Laien- und Verwirklicher- Weg (Diamantweg-Buddhismus) lehren, der auf die Entwicklung von Klarheit und Selbstständigkeit in der heutigen Welt zielt. Inhaltlich steht er auf drei Säulen: überprüfbares, dogmenfreies Wissen, Meditation und Wege zum Festigen der erreichten Bewusstseinsebenen.
 

So macht der Diamantweg in Europa die wirksamsten Mittel Buddhas der modernen Welt zugänglich. Er hilft, den eigenen inneren Reichtum zum Besten aller Wesen zu entdecken und zu entfalten.

Unter www.diamantweg.de/bildton/index.html finden Sie ein fünfminütiges Video mit Lama Ole Nydahl zum Thema.

Buddhismus und Gesellschaft – Buddhistische Lebensentwürfe in Europa − Samstag, 3. April 2010 um 15 Uhr
− Podiumsdiskussion mit erfahrenen Buddhisten
− Im Audimax

Der Diamantweg-Buddhismus der Karma-Kagyü-Linie (gesprochen Kadschü) gehört zu den vier großen Schulen des tibetischen Buddhismus und konnte sich aufgrund seiner praktischen und lebensnahen Ausrichtung in den vergangenen 40 Jahren in der westlichen Gesellschaft stark durchsetzen.
 
Schon einer ihrer wichtigsten Begründer, der von 1012 – 1097 n. Chr. lebende Marpa, ein berühmter tibetischer Pilger und Übersetzer, pflegte keinen monastischen Lebensstil: Er war Ehemann und Familienvater, bewirtschaftete Hof und Ländereien und lehrte als Lama seine Schüler buddhistische Meditation und Lebensführung.
 
Etwa 150 buddhistische Zentren und Gruppen der Karma-Kagyü-Tradition hat der dänische Lama Ole Nydahl seit 1972 zusammen mit seiner Ehefrau Hannah und zahlreichen Schülern im deutschsprachigen Raum gegründet. Weltweit sind es mittlerweile mehr als 600 Anlaufstellen für buddhistische Meditation und Belehrung, mehrheitlich auf mittel- und osteuropäischem Gebiet. Alle werden ehrenamtlich auf der Basis von Freundschaft geführt und stellen die Texte der buddhistischen Lehre in der jeweiligen Muttersprache zur Verfügung.
 
Lama Ole Nydahl: „Am besten ist, die Lehre Buddhas mit dem Leben zu verbinden, und wir Kagyüs haben eine sehr gute Möglichkeit dazu. Durch unser nahes Band zum Lama und die umfassenden Belehrungen […], können wir uns in jedem Augenblick und jeder Lebenslage weiterentwickeln.“
 
Wie sich der Diamantweg-Buddhismus übergreifend mit dem ganz normalen Leben verbindet, haben vier eingeladene Buddhisten der Diamantweg-Schule viele Jahre prüfen können: Sie alle stehen voll im Leben, haben Beruf, Partner und Familie.
Die besprochenen Themen reichen vom Wohnen in einem buddhistischen Zentrum oder das Elternsein im Buddhismus, über die Rückkehr in die Gesellschaft nach langjährigen Meditationszurückziehungen bis hin zur Gründung von Firmen.
 
Literaturhinweise

 

Baumann, Martin: Deutsche Buddhisten. Geschichte und Gemeinschaften, Marburg 1993.
Den Hoet, Michael: Ein Baum mit tiefen Wurzeln. Teil 1 und 2, In: Buddhismus Heute, Nr. 34/35,
Wuppertal 2003.
28.11.2009].
Hecker Hellmuth (Hg.): Chronik des Buddhismus in Deutschland (Schriftenreihe der DBU, Nr.
5), Plochingen 1985.
ders.: Lebensbilder deutscher Buddhisten. Ein bio-bibliographisches Handbuch, 2 Bde.,
Konstanz 1997.
Notz, Klaus-Josef: Der Buddhismus in Deutschland in seinen Selbstdarstellungen, Frankfurt a.
M. 1984.
Payer, Alois: Materialien zum Neobuddhismus. URL: https://www.payer.de/neobuddhismus/neobud0.htm [Stand: 5. Juli 1996].
Snelling, John: Buddhismus. Ein Handbuch für den westlichen Leser, München 1991.
Zotz, Volker: Auf den glückseligen Inseln. Buddhismus in der deutschen Kultur, Berlin 2000.

Buddhismus und Mensch„Liebe und Partnerschaft“
– Vortrag von Lama Ole Nydahl
– Freitag, 2. April 2010 um 15 Uhr
– Im Audimax
– Im Anschluss Signierstunde des Buches „Buddha und die Liebe“

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Im Frühling erwachen Natur und Gefühle, so sagt man. Und tatsächlich: Wenn die Tage wieder länger werden, das Thermometer klettert und die Welt um einen herum wieder grün erstrahlt, hebt dies vielerorts die Stimmung. Komplettiert werden kann das Glück nur noch durch eins: sich zu verlieben! Was kann man aber Hilfreiches tun, um das Bestmögliche aus diesem Erlebnis zu machen, das zudem noch möglichst lange anhält?

Lebensecht, klug und frisch erklärt der Däne Lama Ole Nydahl in seinem Vortrag  „Liebe und Partnerschaft“ nicht nur das Phänomen des Verliebtseins aus buddhistischer Sicht, sondern wie eine erfüllte Partnerschaft gelingen kann und nicht nur das Paar selbst, sondern auch ihr Umfeld hierdurch dauerhaft mit Glück bereichert werden. Er greift hierbei auf die 2500 Jahre alten Weisheiten des historischen Buddha Shakyamuni und auf 40 Jahre Erfahrung als buddhistischer Lehrer (tib. lama) sowie die Beantwortung vieler Fragen seiner Schüler zu diesem Thema zurück. 

Im tibetischen Buddhismus werden Liebe und Partnerschaft als Grundlage für persönliches Wachstum und Entwicklung verstanden und gleichzeitig als Möglichkeit die eigenen Begrenzungen zu überwinden und letztlich ganz aufzulösen. Dass hierbei die sog. „gebende Liebe“ im Gegensatz zur „nehmenden Liebe“ wichtiger wiegt und so viel mehr letztendliche Freude bringt, ist nur einer der hilfreichen Ratschläge des Lamas. 

Lama Ole Nydahl und seine 2007 verstorbene Frau Hannah gelten selbst als bemerkenswerte Beispiele für ein tiefes Verständnis von Liebe, Mitgefühl und selbstloser Hingabe. Sie waren fast 40 Jahre verheiratet und haben das geschafft, wovon viele träumen: ein erfülltes, dauerhaft glückliches Leben. Sie trafen 1969 auf ihrer Hochzeitsreise in Nepal den 16. Karmapa, das Oberhaupt der tibetisch-buddhistischen Diamantwegtradition, und wurden seine ersten westlichen Schüler. Seither haben sie ein weltumspannendes Netzwerk aus mehr als 600 ehrenamtlich geführten Zentren des Diamantweg-Buddhismus aufgebaut.

Im Anschluss an den Vortrag fand eine Buchsignierstunde mit Lama Ole Nydahl statt. 

h3Buchempfehlung

Lama Ole Nydahl: Der Buddha und die Liebe. Mit der Weisheit des Diamantweg-Buddhismus eine erfüllte Partnerschaft leben, erschienen im Knaur Verlag, München 2005.

 

Buddhismus und Wissenschaft „Buddhismus und Hirnforschung – Wie wirkt Meditation?“ − 1. April 2010 – 19.30 Uhr
− Podiumsdiskussion mit Lama Ole Nydahl, Prof. Dr. Andreas K. Engel, Dr. Peter Malinowski und Mag. Guido Czeija
− Im Audimax

„Alle Wesen wollen Leid vermeiden und dauerhaftes Glück erfahren.“ Diese Feststellung des historischen Buddha Shakyamuni ist nun ca. 2500 Jahre alt – und heute noch genauso aktuell wie damals. Seine Einsichten und sein Verständnis von der letztendlichen Natur des Geistes hatte der Buddha durch die tiefgründige Betrachtung der Dinge von innen heraus, also durch Meditation, erlangt. In den vergangenen 25 Jahrhunderten haben Buddhisten aller Schulen und Richtungen diese Einsichten durch intensive, „empirische Forschungen“ bestätigt. Ihre zentrale Methode war dabei stets: die Meditation.
 
Westliche Psychologen begannen dagegen erst im 19. Jahrhundert mit der systematischen Erforschung des Geistes. Die ersten „objektiven“ Forschungsergebnisse zu den Arbeitsweisen des Gehirns sind zwar ebenfalls schon 150 Jahre alt, besonders in den Anfangsjahren war der Versuch, von außen einen Zugang zu den Abläufen im Geist zu finden, nur selten von Erfolg gekrönt. In den letzten Jahren ist die Hirnforschung jedoch sehr weit fortgeschritten. Mit Hilfe moderner technischer Geräte, wie der Kernspintomografie, dem EEG und anderen Mitteln können heute Hirnaktivitäten sehr genau lokalisiert, gemessen und dargestellt werden.
 
Erstaunlicherweise nähern sich die Erkenntnisse der Neurowissenschaften sehr häufig den Erkenntnissen des Buddha an. Diese Ähnlichkeiten können Wissenschaftler gut als Inspiration verwenden. Für Buddhisten sind die Erkenntnisse der Forschung oft eine klare Bestätigung der vorher erlernten und erfahrenen Weisheiten. So können Wissenschaft und Buddhismus einander von großer Inspiration und Nutzen sein.

Was geschieht im Gehirn eines Buddhisten, wenn er meditiert?

Meditation beruht auf Konzentration, jedoch nimmt sie eine andere Richtung als wir sie Alltag gemeinhin kennen. Wenn der Meditierende in der Lage ist, den Geist unabgelenkt und mit hoher Konzentration in einem ausgeglichenen, ruhig verweilenden und gleichzeitig völlig klaren Zustand zu belassen, dann tritt das Erlebte mehr und mehr in den Hintergrund. Tiefe Einsicht entsteht, wenn der Geist nicht mehr in seinen Bildern gefangen ist, sondern sich selbst erlebt: Man ist bewusst, ohne sich einer Sache bewusst zu sein!
 
Müsste man solche Zustände höchster Zufriedenheit, Freude oder gar Erleuchtung nicht auch mittels moderner Untersuchungsmethoden im Gehirn objektiv nachvollziehen können?
 
Diese Frage beschäftigte immer mehr Wissenschaftler. In den 1990er Jahren gelang es ihnen erstmals mit spannenden Experimenten deutliche Zusammenhänge zwischen der Meditation und nachhaltigen Veränderung im Gehirn und dem Verhalten der Menschen nachzuweisen.
 
Der Forscher Richard Davidson leistete dazu einen großen Beitrag. Bei acht meditationserfahrenen buddhistischen Mönchen (10 000 bis 50 000 Stunden Meditation) wurde die Hirnaktivität während der Meditation gemessen. Zum Vergleich dienten Studenten, die lediglich eine Woche Training in Meditation hinter sich hatten.
 
Davidson fand heraus, dass sich erfolgreich Meditierende zum Beispiel während der Meditation kaum mehr aus der Ruhe bringen lassen, selbst wenn von außen ein lautes Geräusch oder ein Knall ertönt. Sogar ein normalerweise automatisch einsetzender Schreckreflex ihres Augenlids bleibt dann aus. Bei den Mönchen konnte er auch eine erhöhte elektrische Aktivität im linken Stirnlappen nachweisen, einer Hirnregion, die Empfindungen wie Liebe, Freude und Zufriedenheit verarbeitet. Zumindest im fortgeschrittenen Stadium scheint Meditieren also starke Glücksgefühle auszulösen. Zudem wurde bei den Mönchen ein überdurchschnittlicher Anstieg von so genannten Gammawellen festgestellt. Diese hochfrequenten Gammawellen stehen für erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration. In der Regel trifft man nur sehr selten auf eine solche Gammaaktivität, denn diese Wellen treten normalerweise nur in vereinzelten Gehirnarealen und kurz auf. Bei den Mönchen jedoch waren sehr viele Gehirnregionen davon dauerhaft betroffen. Somit war auch nach der Meditation die Aktivität der Gammawellen im Gehirn der Mönche deutlich intensiver, als bei der Vergleichsgruppe. Regelmäßige Meditation hinterlässt also dauerhafte neuronale Spuren im Gehirn. 

Da die „Verschaltungen“ im Gehirn nicht fixiert sind, kann also durch regelmäßige Meditationspraxis Veränderung stattfinden. Ist dauerhaftes Glück also erlernbar? Diese Frage lässt sich – trotz allen technischen Fortschritts – bis auf weiteres nur durch eigene Meditationserfahrung beantworten.

Literatur

Nydahl, O. (1998). Das große Siegel. Die Mahamudra- Sichtweise des Diamantweg- Buddhismus. Sulzberg: Joy.
Nydahl, O. (1994). Wie die Dinge sind. Sulzberg: Joy
Nydahl, O. (2005). Buddhismus heute, Heft 39. Buddhismus und Wissenschaft
Singer, W. Und Ricard, M (2008). Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog. Suhrkamp
Herschkowitz, N. (2007). Was Stimmt? Das Gehirn. Die wichtigsten Antworten. Herder Spektrum
Spitzer, M. (2008). DVD Serie. Geist & Gehirn. Auditorium- Netzwerk
Migyur Rinpoche. (). Buddha und die Wissenschaft vom Glück. Goldmanns Taschenbücher
Ricard, M. (2009) Meditation. Nymphenburger
Kernspin im Nirwana. Die Zeit, 31. Januar 2008
Buddha on the Brain, Wired 14.02, Februar 2006
Buddhismus im Labortest. – Interview mit dem Physiker und Buddhisten Alan Wallace, Die Zeit, 15. März 2007

„Buddhismus und Hirnforschung – Wie wirkt Meditation?“ − 1. April 2010 – 19.30 hr
− Podiumsdiskussion mit Lama Ole Nydahl, Prof. Dr. Andreas K. Engel, Dr. Peter Malinowski und Mag. Guido Czeija
− Im Audimax

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Mit Hilfe modernster Technologie lässt sich Gehirnaktivität mittlerweile sehr genau bestimmen, und es wird möglich, geistige Aktivität von außen zu beobachten. Demgegenüber bietet buddhistische Meditation die Möglichkeit der detaillierten Betrachtung geistiger Vorgänge von innen heraus.

In dieser Podiumsdiskussion treffen diese beiden Perspektiven aufeinander. Prof. Andreas K. Engel, Direktor des Instituts für Neurophysiologie am Universitätsklinikum in Hamburg und bekannt für seine Arbeit in der Bewusstseinsforschung, sowie Lama Ole Nydahl, der bedeutendste westliche Lama des Diamantweg-Buddhismus, diskutieren über Bewusstsein und den Zusammenhang zwischen Gehirn und Geist.

Der zweite Teil des Abends soll beleuchten, wie Meditation auf das Gehirn wirkt. Neueste neurowissenschaftliche Studien deuten an, dass sich Gehirnstruktur und -aktivität durch regelmäßige Meditation nachhaltig verändern. Einige der spannendsten Befunde, einschließlich einer Studie, die im Labor von Professor Engel an Lama Ole selbst durchgeführt wurde, werden vorgestellt und von den Referenten diskutiert.

Weitere Informationen: www.buddhismus-wissenschaft.de

Buddhismus und Mensch „Sterben aus buddhistischer und medizinischer Sicht“
Vortrag von Dr. Michael Kleiser mit anschließender Podiumsdiskussion um 11 Uhr „Tod und Wiedergeburt“
Vortrag von Lama Ole Nydahl um 20 Uhr – Freitag, 2. April 2010
– Im Audimax
– Informationsstand des Vereins „Buddhistische Sterbebegleitung e.V.“ im Veranstaltungszentrum

Der Buddhismus als durch und durch praktische Methode bietet Antworten auch bei den wichtigsten Dingen im Leben, wie dem Zwischenmenschlichen und der Frage nach dem Tod.

Buddhismus und Mensch „Liebe und Partnerschaft“ – Vortrag von Lama Ole Nydahl
– Freitag, 2. April 2010 um 15 Uhr
– Im Audimax
– Im Anschluss Signierstunde des Buches „Buddha und die Liebe“

Der Buddhistische Dachverband Diamantweg (BDD) lädt am 2. April 2010 um 15.00 Uhr ins Audimax der Ruhr-Universität Bochum zu dem Vortrag „Liebe und Partnerschaft“ des buddhistischen Lehrers Ole Nydahl ein.

Diese Veranstaltung bildet mit dem Thema „Tod und Wiedergeburt“ den zweiten Teil der insgesamt fünftägigen Reihe „Zeitlose Werte – Dauerhaftes Glück“ und steht an den Ostertagen (1. – 5. April) allen Interessierten offen.

Buchempfehlung

Lama Ole Nydahl: Der Buddha und die Liebe. Mit der Weisheit des Diamantweg-Buddhismus eine erfüllte Partnerschaft leben, erschienen im Knaur Verlag, München 2005.

Buddhismus und Gesellschaft „Buddhismus und Beruf“ − Samstag, 3. April 2010 um 11 Uhr
− Podiumsdiskussion mit erfahrenen Buddhisten
− Im Audimax

Am Samstag, den 3. April findet um 11.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Buddhismus und Beruf“ im Rahmen der Buddhistischen Veranstaltungsreihe „Zeitlose Werte – Dauerhaftes Glück“ im Audimax der Ruhr-Universität Bochum statt. Langjährige Buddhisten mit viel Erfahrung im Diamantweg- Buddhismus sprechen darüber, wie sie ihre berufliche Tätigkeit mit dem Buddhismus verbinden.

Buddhismus und Gesellschaft „Buddhistische Lebensentwürfe in Europa“ − Samstag, 3. April 2010 um 15 Uhr
− Podiumsdiskussion mit erfahrenen Buddhisten
− Im Audimax Buddhisten erzählen aus ihrem Alltag

Am Samstag, den 3. April 2010 findet um 15.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Buddhistische Lebensentwürfe in Europa“ statt.

Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe „Zeitlose Werte – Dauerhaftes Glück“ über den in Europa vertretenen Diamantweg-Buddhismus. Konnten Teilnehmende sich an den vergangenen Kurstagen in den Bereichen „Wissenschaft und Buddhismus“ und „Sterben aus buddhistischer Sicht“ informieren, werden an diesem Tag langjährige europäische Buddhisten von ihren Lebensentwürfen berichten.

Buddhismus und Gesellschaft „Zeitlose Werte in der modernen Welt- Buddhismus in Europa“
− Vortrag mit Lama Ole Nydahl
− Samstag, 3. April 2010, 20 Uhr
− Im Audimax

Buddhas Lehre ist wie ein Diamant, der seinem Wesen nach unveränderlich ist, aber doch in den Farben des Untergrunds strahlt, auf dem er liegt. So hat sich die Lehre im Laufe der Geschichte den kulturellen Bedingungen der einzelnen Länder angepasst, ohne dabei ihre Essenz zu verlieren. Inzwischen muss man deshalb nicht mehr in den fernen Osten reisen, um etwas über die zeitlose Natur des Geistes zu erfahren: Sichtweise und Mittel des Diamantweg-Buddhismus sind in Europa seit einigen Jahrzehnten für alle Interessierten zugänglich.

Weltweit gibt es bis heute mehr als 600 Zentren, im deutschsprachigen Raum über150 Zentren und Gruppen, und die Zahl wächst stetig. Sie bieten regelmäßig Meditationen an und organisieren ehrenamtlich Zurückziehungen und Vorträge zu buddhistischen Sichtweisen sowie internationale Kurse. Hauptsächlich aus Europa kommt auch die wachsende Anzahl von Schülern, die inzwischen in Lama Oles Auftrag rund um die Welt unterrichten.

h3Methoden zur Erleuchtung „Symbole im Buddhismus“
– Vortrag mit Manfred Seegers und Eva Preschern um 11 Uhr „Meditation im Diamantweg“
– Vortrag mit Lama Ole Nydahl um 15 Uhr „Das Große Siegel – Raum und Freude grenzenlos“
– Vortrag mit Lama Ole Nydahl um 20 Uhr – Sonntag, 4. April 2010
– Im Audimax

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Die Erleuchtung und der Weg dahin stehen im Mittelpunkt der buddhistischen Lehre. Drei Säulen kennzeichnen diesen Weg: Wissen, Meditation und Sichtweise. Erst sammelt man Wissen über die Zusammenhänge der verschiedenen Phänomene an, dann vertieft man das in der Meditation und versucht letztendlich in der Nachmeditationsphase die vertiefte Erfahrung in eine neu gewonnene Sichtweise münden zu lassen.

Die Meditation nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, weil sie tiefe Erfahrungen ermöglicht und Erkenntnisse des Verstandes in ganzheitliche Erfahrung transformieren kann. Die drei Wege, die es im Buddhismus gibt, erfordern jeder eine ganz eigene Art von Meditation. So bringt z. B. die Meditation auf den Atem dem Theravada- Praktizierenden den nötigen Abstand zu seinen Gefühlen, was letztendlich in der Auflösung der Ich- Illusion gipfelt. Im großen Weg (Mahayana) entwickelt man zusätzlich noch durch die Meditation zum Nutzen aller Wesen Weisheit und Mitgefühl, was zur vollen Erleuchtung führen kann. Im Diamantweg ist das Ziel dasselbe und man arbeitet mit Licht- Energie- Formen von

verschiedenen Buddhaaspekten, die die vollkommenen Eigenschaften des eigenen Geistes ausdrücken. Die Rückkoppellungserfahrungen, die dadurch im eigenen Geist entstehen, lassen den Zustand eines Buddhas immer vertrauter werden, bis man selbst einer geworden ist.

Buddhismus und die Funktion des Lehrers „Der Lehrer – Erleuchtung zum Anfassen“ − Vortrag mit Lama Ole Nydahl
− 5. April 2010 – 11 Uhr
− Im Audimax

Auf dem Diamantweg kommt der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler eine besondere Bedeutung zu, denn über Jahrhunderte hat sich gezeigt, dass eine gute, nahe Verbindung hier die schnellste Entwicklung ermöglicht.

Wer den Diamantweg lehrt, hat deshalb große Verantwortung. Lama Ole Nydahl: „Auf der höchsten Ebene muss man zu jeder Zeit Beispiel sein und im Leben die Belehrungen vertreten.“ Was ihn persönlich an seinen buddhistischen Lehrern faszinierte, denen er Ende der 60er Jahre im Himalaja begegnete, beschreibt Lama Ole Nydahl so: „Es waren die Lehrer selbst. Ihre einleuchtenden menschlichen Eigenschaften und die Fähigkeit, den Wesen sichtlich und im Hier und Jetzt zu nutzen. Sie kannten einfach den Geist und waren zutiefst überzeugend.“

Gäste der Podiumsdiskussion – „Sterben aus buddhistischer und medizinischer Sicht“: Dr. Michael Kleiser, 44

Dr. Michael Kleiser ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin in der Abteilung für schwerstbetroffene neurologische Patienten einer Allgäuer Fachklinik. In seinem beruflichen Alltag ist er immer wieder mit palliativen Situationen konfrontiert. Michael Kleiser ist engagiert im Buddhistischen Zentrum Schwarzenberg und hält in Lama Ole Nydahls Auftrag buddhistische Vorträge in den deutschlandweiten Diamantwegs-Zentren. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

Maike, 54 und Pit Weigelt, 56

Das buddhistische Lehrerehepaar Maike und Pit Weigelt bereist seit 13 Jahren die Buddhistischen Zentren der Karma Kagyü Linie weltweit. Sie sind Mitbegründer des Buddhistischen Lehrer-Dachverbands e.V. und des buddhistischen Schulprojekts Buddhismus in seiner Ganzheit, welche Schülern und Lehrern umfassendes und methodisches Wissen über Buddhismus vermitteln. Pit Weigelt ist außerdem Lektor des Diamantweg-Magazins Buddhismus Heute. Gemeinsam leben sie im Allgäu und sind Eltern von drei erwachsenen Kindern.

Christel Conrad, 69

wurde im Jahr 1984 Buddhistin und zählt zu den ersten Mitgliedern des Buddhistischen Zentrums Mannheim. Die gelernte Chemielaborantin machte nach der Erziehung ihrer zwei Kinder eine Ausbildung im Sozialwesen und arbeitete anschließend als Haus- und Familienpflegerin. Zudem belegte sie zahlreiche Seminare zum Thema Hospizarbeit. Seit ihrer Pensionierung im Jahr 2000 begleitet sie Sterbende in Zusammenarbeit mit der Buddhistischen Sterbebegleitung e.V.

– Buddhismus und Beruf Gerhard Waldner, 61

ist Diplom-Pädagoge und Coach und lebt im Meditationszentrum Schwarzenberg im Allgäu. Er sagt von sich, dass er seit 25 Jahren die Mittel und

besonderen Techniken des Diamantweg-Buddhismus „mit Begeisterung“ in seinem Alltag nutzt.

Julianne Ferenczy, 49

führt eine eigene Rechtsanwaltskanzlei (Schwerpunkt Medien) in Hamburg und ist weiterhin Paar- und Familienmediatorin. Der Karma –

Kagyü- Tradition folgt sie als Schülerin Ole Nydahls seit 1984 und hält international Vorträge über die Diamantweg-Lehre.

Gerd Boll, 50

Gerd Boll ist Landwirt und lebt mit seiner Familie auf seinem Hof an der Schleswig – Holsteinischen Ostseeküste, welcher gleichzeitig die Buddhistische Gruppe Hof Großholz beherbergt. Er ist seit 1988 Buddhist und Schüler von Lama Ole Nydahl und studierte buddhistische Philosophie in Frankreich. Seine Tätigkeit als buddhistischer Lehrer nahm er vor 18 Jahren auf und bereist seitdem Diamantweg-Zentren auf dem gesamten Erdball. Gerd Boll ist bekannt für seine pragmatische Art den Buddhismus zu erklären.

Karola Schneider, 47

leitet eine Praxis für Chinesische Medizin und ist Buchautorin. Die sog. buddhistische „Zuflucht“ nahm sie 1979 und baute mit einer Gruppe

von Freunden Anfang der achtziger Jahre das Buddhistische Zentrum der Karma Kagyü-Schule am Schwarzenberg im Allgäu auf, wo sie bis heute lebt. Karola Schneider verfügt über viel Meditationserfahrung und lehrt ebenfalls weltweit den Diamantweg.

– Buddhistische Lebensentwürfe Kerstin Seifert, 37

ist gelernte Buchbinderin, Schülerin von Lama Ole und lebt im Buddhistischen Zentrum Wuppertal. Nach Abschluss ihres Philosophie-Studiums gründete sie den Buddhistischen Verlag und leitet im Auftrag von Hannah Nydahl seid nunmehr vier Jahren die Studienkurse im Karmapa International Buddhist Institute (kurz KIBI) in Neu Delhi.

Andrea Boy, 49

arbeitet als Hebamme in Hamburg und wohnt im dortigen Diamantwegzentrum, welches sie auch half aufzubauen. Andrea Boy kam

im Alter von 22 Jahren zum Buddhismus und hat sich zusammen mit anderen Frauen mehrfach in langjährige Meditationszurückziehungen, sog.

retreats, in die Auvergne nach Frankreich begeben.

Alexander Preß, 42

ist Vater eines fünfjährigen Sohnes und Projektleiter in einer Veranstaltungstechnikfirma. Er geht seit er 21 Jahre alt ist den Diamantweg und ist seitdem aktiv engagiert, zuerst im Buddhistischen Zentrum Hamburg und ab dem Jahre 2000 im Zentrum Schwarzenberg im Allgäu. Neben der Mitorganisation der großen internationalen Sommerkurse in Kassel und Immenstadt gilt sein besonderes Interesse zusammen mit seiner Frau Patricia seit vielen Jahren dem Aufbau der Zurückziehungsstelle Karma Berchen Ling in Griechenland.

Manfred Maier, 53

Der Musiker und Lehrer wurde Anfang der achtziger Jahre Buddhist und leitet seit 1987 zusammen mit anderen das Buddhistische Zentrum in Villingen- Schwenningen. Den Schüler von Lama Ole Nydahl führte seine buddhistische Lehrtätigkeit, welche er 1992 aufnahm, bis nach Mittel- und Südamerika. Manfred Maier ist verheiratet, Vater von zwei kleinen Kindern und fährt in seiner Freizeit gerne schnell Motorrad.
 
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