Rheinberg – FIGHTERAMA 2007

Rheinberg 03.11.07

Die Motorrad-Sport und -Tuning-Messe Fighterama gilt inzwischen als weltweit größte Spezialmesse ihrer Art. Auch im „verflixten“ siebten Jahr konnte die internationale PS-Show am Niederrhein Wachstum verbuchen.

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FIGHTERAMA AUF DEM SIEGERTREPPCHEN

Alle Fotos © by Frank Bauermann / Suchy

“Never change a working system”. Die Gültigkeit dieser Weisheit hat die Fighterama auch dieses Jahr erneut bewiesen. Vom 02.-04. November versammelten sich über 220 Aussteller – das entspricht einer Steigerung von über 10% zum Vorjahr – um Waren und Dienstleistungen im hochwertigen Zubehörsegment anzubieten. Über 51.000 Besucher pilgerten in das Niederrheinische Epizentrum für Umbau, Tuning und Customizing.

 

Aussteller sowie Besucher gaben sich durchweg begeistert:

„Resonanz war sehr positiv.“ (Karl-Heinz Vetter, Yamaha Deutschland)

 „Diese Veranstaltung hat uns positiv überrascht. Besonders angenehm war das technische Fachwissen und die Schrauberkompetenz, welche die Gespräche konstruktiv bereichert haben.“  (Kai Derr, Beringer Bremssyteme)

„For the cost of the show the best business return in Europe.” (Steve Street, Oberon Engineering, Großbritannien)

„Geiles Publikum, guter Querschnitt von Leuten.“ (Sven Friedrich, Suzuki Deutschland)

„Die Anfragen und Fachgespräche waren gut.“ (Johannes Bro, Schäfer Motorsport)

„Hat sich gelohnt. Aktive Motorradfahrer aus allen Regionen haben sich informiert.“ (Andreas Faulstich, Continental)

„Vom Zielpublikum das Beste. Wäre gut, wenn es so was in der Schweiz geben würde.“ (Andy Guntern, Urs Wilser, Streetfighters Switzerland)

„Sehr positiv, jede Menge Leute, sehr interessante Kundenkontakte.“ (Armand Mottier, Micron Systems)

 

FAST BIKES

Zuwächse waren insbesondere bei den Anbietern für Rennsport und getunte  Straßenmotorräder zu verzeichnen. Neben Rennteams oder Sport-Veranstaltern präsentierten sich auch Technikspezialisten für Fahrwerk und Motor. Letztere boten nicht nur zusätzliche Pferdestärken für die Piste. Auch im deutschen Alltagsbetrieb lässt sich der Spaßfaktor für sämtliche gängigen Fahrzeuge heute ganz legal steigern: Zulassungskonforme Turboaufladung mit Euro-3-Norm macht’s möglich.

 

FIGHTERAMA – NORMAL IST ANDERS

Weshalb das Konzept der Fighterama trotz des allgemein angeschlagenen Motorradmarkts bereits seit Jahren aufgeht, erklärt Mareike Broix von der Messeorganisation: „Individualisierung gewinnt zunehmend an  Bedeutung, deshalb ist die Spezialisierung auf ein Marktsegment heute enorm wichtig. Hier ist wirklich noch Enthusiasmus vorhanden — nicht umsonst kommen unsere Besucher zu einem Viertel aus dem Ausland und die Hälfte reist über 600 Kilometer an diesem Wochenende. Und das Schöne ist: Man muss kein Krösus sein – schließlich ist die Aufwertung des eigenen Motorrads wirtschaftlicher als die Anschaffung eines Neufahrzeugs. Ausstellerseitig sind die Möglichkeiten der Bewerbung bei gleichzeitigem Verkauf sehr attraktiv, zumal sich viele Besucher hier mit ihrem Weihnachtsgeld für den kompletten Winterumbau eindecken. Ich denke, zusammen mit der gebotenen Unterhaltung sind das die wesentlichen Gründe für den Erfolg der Fighterama.“

 

ITS SHOWTIME

Auch beim Rahmenprogramm wurde wieder größer Wert auf Qualität gelegt. Neben Motorrad-Stunt-Akrobaten wie den Radical Riders, der Fast Division oder dem Belgier Bleuk begeistere kein geringerer als der amtierende Weltmeister Zoltan Angyal tausende Zuschauer auf den Tribünen. Wahren Speedfreaks lief beim Anblick des Jet-Bikes von Gerd Habermann das Wasser im Munde zusammen. Wenn beide Nachbrenner gezündet sind, leistet der Dragster 3.500 PS. Unzählige Technikforen, live Bike-Build-Offs, Europas größte Bike Show oder das Gewinnspiel mit dem vom Fighters Magazin umgebauten Projektbike phaseONE auf Basis einer Yamaha FZ1 rundeten das Infotainment ab. Und für die Freunde der Nacht bot die legendäre Party am Samstagabend mit Rock-Gig und Miss Fighterama-Contest den idealen Abschluss.

 

QUALITÄT SICHERT ERFOLG

Budgetkürzungen und Beschränkungen auf das Kerngeschäft sind seit Jahren die Botschaften der rückläufigen, deutschen Motorradbranche. Weshalb die Fighterama eine gewisse Immunität dagegen entwickelt hat, sieht Veranstalter Marcus Broix folgendermaßen: „Zunächst einmal: Der Aufschwung, der seit einiger Zeit in Deutschland proklamiert wird, hat die Motorradbranche noch nicht wirklich erreicht. Und es ist bereits seit Jahren so, dass sich viele Anbieter, sei es als Zubrot oder Haupttätigkeit, zwischen Premium- oder Ramschgeschäft entscheiden müssen. Ramschen geht überall, aber für die Premium-Nische muss man sich nach geeigneten Plattformen umschauen. Und hier bin ich froh, dass wir stets an einer qualitativ hochwertigen Struktur von Ausstellern festgehalten haben – und natürlich auch dankbar für den Vertrauensbeweis, den uns sowohl Aussteller als auch Besucher jedes Jahr zollen.“