Vitali Klitschko vs. Albert Sosnowski – Die Pressekonferenz >>

WBC-Weltmeister Vitali Klitschko wird am 29. Mai in der Gelsenkirchener Veltins Arena seinen WM-Titel gegen den Polen Albert Sosnowski verteidigen. Dazu fand am Donnerstag auf Schalke eine erste Pressekonferenz statt.

Es lag noch ein Hauch Depression in der Arena, die nur zwölf Stunden zuvor Schauplatz der 0:1-Pokal-Niederlage der Knappen gegen den FC Bayern war. Auch Vitali Klitschko war ein wenig traurig über den K.O. der Schalker, den er am Abend zuvor live miterlebt hatte. Respektvoll schritt er noch einmal die lange Bahn des genialen Arjen Robben auf dem Weg zu seinem Tor ab, bevor er die Arena endgültig zu seiner Bühne machte.

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Mit seinem Gegner in spe, dem Polen Albert Sosnowski, posierte der Ukrainer auf dem geschundenen Rasen für die Kameras, um den Kampf am 29. Mai zu promoten – friedlich, schiedlich, Unentschieden.

So gaben sich die beiden auch bei der anschließenden Pressekonferenz. Für ihn sein endlich der Traum wahr geworden, wie sein Bruder Wladimir auch auf Schalke boxen zu können, so der WBC-Weltmeister, der es ein wenig bedauerte, dass es dabei nicht zu einem Kampf mit dem Russen-Riesen Niloai Walujew gekommen sei: „Finanzen sind nicht wichtig, wenn es um den Weltmeistertitel geht. Man muss ehrgeizig und hungrig darauf sein.“ Und das seien Walujew und sein Promoter Don King eben nicht gewesen, dafür aber Albert Sosnowski, der das Angebot des Klitschko Managements ohne Zögern angenommen habe. „Albert ist ein starker Junge“ so der 38-Jährige. „Meiner Meinung nach ist er der beste Schwergewichtsboxer der neuen Generation. Das wird eine richtige Schlacht. Stellen Sie sich vor, er schlägt Klitschko. Dann wäre er sofort der Größte. Aber dazu wird es nicht kommen, denn nicht umsonst trage ich den Gürtel, den Muhammad Ali, Mike Tyson und Lennox Lewis bereits trugen. Am 29. Mai will ich noch einmal beweisen, dass ich der Stärkste der Welt bin.“

Schwergewichts-Europameister Albert Sosnowski – ein „Draufgänger und kein Verteidigungskünstler“, so Klitschko-Trainer Fitz Sdunek – war ob dieser Kampfansage keineswegs düpiert: „Ich weiß ja selber, dass ich auf dem Papier krasser Außenseiter bin. Aber mein Kampfstil wird schnell und aggressiv sein. Dass Vitali einen harten Punsh hat, ist bekannt, aber auch, dass er in der Verteidigung Schwächen hat. Und die werde ich nutzen. Ob ich nach Punkten siege oder irgendwann die Angst in seinen Augen sehe und ihn K.O. schlage, wird sich zeigen.“

Noch angriffslustiger gab sich Krzysztof Zbarski, der Manager von Albert Sosnowski: „Albert wird bis aufs Blut kämpfen, und Vitali wird sein Blut im Ring riechen.“

RTL wird den Kampf am 29. Mai wieder live und exklusiv übertragen. Stellvertretend versprach Vitali Klitschko den mehr als 60.000 erwarteten Fans in der Veltins Arena und den Millionen TV-Zuschauern: „Das wird eine unvergessliche Show und Performance.“

© Fotos: Frank Bauermann – all rights reserved